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„Zaubervogel UNICEF“
Theaterstück gegen Kinderarbeit
Weltweit müssen rund 218 Millionen Kinder und Jugendliche unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. 24 Schülerinnen und drei Schüler der Adolf-Reichwein-Gesamtschule in Lüdenscheid (NRW) haben sich auf kreative Weise mit diesem Thema auseinander gesetzt. In ihrem Kurs „Darstellen und Gestalten“ des zehnten Schuljahres beschäftigten sie sich mit einzelnen Schicksalen arbeitender Kinder und lernten viel über ihre harte Wirklichkeit. Auch versuchten sie, sich ihre Wünsche und Träume vorzustellen. So entstand nach und nach das Gerüst für ein Theaterstück, in dem der böse „Herr Geschäft“ und seine Handlanger Kinder ausbeuten. Der „Zaubervogel UNICEF“ und seine Mitstreiter bilden eine Schutzmauer, so dass Herr Geschäft nicht mehr an die Kinder herankommt, und retten die Kinder damit aus ihrer schwierigen Lage.
Die Einzelheiten
Als Vorlage für ihr 20-minütiges Stück diente den Schülern ein Textausschnitt aus dem Buch „Der Chronist im Winde“ von Henning Mankell. Sie sprachen lange mit ihren Lehrerinnen Monika Rode und Hiltrud Fox über das Thema Straßenkinder und über die Arbeit von Kindern als Schuhputzer, Lastenträger oder Bettler, die sie für wenig Geld verrichten müssen.
Ein Jahr lang haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Handlung, Kostüme, Plakate, Bühnenbild und dazu die eindrucksvolle Musik selbst entwickelt. Im Anschluss haben führten sie das Theaterstück für die Schüler der fünften und sechsten Klassen der Schule auf.
Die jüngeren Schüler waren von dem Stück so begeistert, dass alle nach der Aufführung noch mehr über das Schicksal von Kindern in Entwicklungsländern wissen wollten. Zwei Zeitungen berichteten über den Auftritt, und die Schülerzeitung druckte die Erfahrungsberichte ab.
Begründung der Jury
Die Jury-Mitglieder waren von der künstlerischen Umsetzung des Themas begeistert. Den Schülerinnen und Schülern des Kurses „Darstellen und Gestalten“ ist es gelungen, die Not ausgebeuteter Kinder und ihre Sehnsucht nach einem besseren Leben ohne Worte sehr überzeugend darzustellen.
Das Bühnenstück zeigt in mehreren eindrucksvollen, szenischen Bildern, die mit der passenden Musik untermauert sind, die Ausbeutung von Kindern in Entwicklungsländern. Es macht auch Hoffnung, indem es zeigt, dass der Kampf gegen diese Ungerechtigkeit erfolgreich sein kann. Besonders die Bewertungskriterien gründliche Beschäftigung mit dem Thema, Originalität und Kreativität der Aktion und Öffentlichkeitsarbeit sah die Jury in hohem Maß erfüllt.










UNICEF