partizipation - infos II/II

Panorama-Bild Partizipation

Foto Weltkindergipfel

Projekte von und für Kinder

Ein äthiopisches Mädchen von einem Teenager-Forum unterstützt Schülerinnen von der Tibeb-Menged-Grundschule in der Hauptstadt Addis Abeba dabei, einen Fragebogen auszufüllen. Die Schüler nehmen teil an einer Child-To-Child-Umfrage, um herauszufinden, warum Schüler aus ihrer Nachbarschaft nicht zur Schule gehen. Über 20 Millionen Schulkinder besuchten zu dem Zeitpunkt in Äthiopien keine Schule.

Auch in Deutschland sind Kinder und Jugendliche als „Peers“ aktiv, z.B. bei den Pfadfindern, Falken, beim Jugendrotkreuz oder im Sportbereich. Sie gestalten die Gruppenstunden, spielen Spiele, erarbeiten Themen und unternehmen viele Ausflüge mit jüngeren Kindern. Und viele Kinder und Jugendliche setzen sich für ihre politischen Rechte ein und machen mit bei Kinder- und Jugendparlamenten oder in den Schüler-Mitbestimmungsgremien.
 

UN-Weltkindergipfel

Seit 2002 beteiligt  auch UNICEF Kinder und Jugendliche an weltweiten UN-Konferenzen. Anlass war der Weltkindergipfel in New York (2002), an dem zahlreiche Staats- und Regierungschefs einen weltweiten Aktionsplan für Kinder verabschiedeten. Zum ersten Mal teilten sozial und politisch engagierte Jugendliche aus Entwicklungs- und Industrieländern ihr Wissen mit den Erwachsenen während einer UN-Konferenz. Die Kinder und Jugendlichen sagten damals: „Wir verpflichten uns zu einer gleichberechtigten Partnerschaft im Kampf für die Kinderrechte. Wir haben die Entschlossenheit, den Willen, die Sensibilität und das Wissen dazu.“
 

Ein Jugend-Delegierter von ihnen war der damals 10-jährige Marian Brehmer aus Melle, der am Weltkindergipfel 2002 und am Nachfolgegipfel 5 Jahre später (World Fit for Children + 5) in New York teilnahm.
 

 

Bei der zweiten Konferenz (2007) hielt die damals fünfzehnjährige Millicent Atieno Orondo aus Kenia die Abschlussrede, wofür sie sehr viel Applaus von den erwachsenen Ländervertretern erhielt.
Mehr Infos dazu findet Ihr auf der internationalen UNICEF-Website.

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beteiligungsrechte

In der Kinderrechtskonvention gibt es mehrere Artikel, die sich auf die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen beziehen: Artikel 12, 13, 14, 15, 17. In Deutschland sind diese im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) verankert. Die Beteiligungsrechte im Detail (PDF-Datei)

Kindgerechte Fassung der Kinderrechte (erklärt von logo, PDF)

echte beteiligung

Aufgepasst: Nicht überall, wo Partizipation draufsteht, ist auch Partizipation drin!

Kinder werden von Erwachsenen gerne zu Veranstaltungen eingeladen, allerdings ohne dass sie Anlass und Inhalt der Veranstaltung beeinflussen können. Sie dürfen z.B. ein Lied singen oder Blumen überreichen, neben prominenten Leuten auf der Bühne stehen oder in ein Fußballstadion einlaufen. Das macht den Kindern meistens auch Spaß. Wirklich beteiligen können sich Kinder und Jugendliche aber nur dann, wenn sie genau wissen, worum es geht, sie wirklich etwas zu sagen haben und wenn sich durch ihre Teilnahme tatsächlich etwas ändert bzw. ändern wird. Dabei ist es wichtig, dass sie ihre Meinung frei sagen und Vorschläge machen dürfen. Es handelt sich nicht um „Beteiligung“, wenn sie nur bestätigen sollen, was die Erwachsenen schon beschlossen haben.