gewinner 2009

Weilheim

14.000 Kinder aktiv für Kinderrechte

Vier Mädchen aus dem bayrischen Weilheim sind „UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres 2009“! Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und der ZDF-Journalist und UNICEF-Pate Steffen Seibert überreichten den begehrten Preis in der Frankfurter Paulskirche an die Schwestern Laura und Sofie Krietenstein und ihre Freundinnen Franziska Groß und Katharina Müller (zwischen 11 und 14 Jahren) für ihre Aktion „Bleistifte machen Schule(n) in Afrika“.

Der Preis „UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres“ hat bereits Tradition und wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehen. Der Wettbewerb macht auf die Bedeutung der Kinderrechte und ihre weltweite Verletzung aufmerksam und gibt Kindern in Deutschland ein Forum. Bundesweit haben sich dieses Jahr rund 14.000 Kinder und Jugendliche als JuniorBotschafter engagiert. Eine Jury aus acht Kindern und acht Erwachsenen wählte aus rund 100 Einsendungen die Plätze 1 bis 5 des „JuniorBotschafter des Jahres“ und die Gewinner des Sonderpreises „Kinderrechte in der Schule“ aus. Zum ersten Mal wurden außerdem Sonderpreise für die besten Aktionen im Rahmen von „Wir laufen für UNICEF“ und „Ganz Chor für UNICEF" vergeben.

Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: „In diesem Jahr schauen wir ganz besonders auf die Kinderrechte, denn die UN-Kinderrechtskonvention wird 20 Jahre alt. Darin steht, was die UNICEF-JuniorBotschafter bereits leben: Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten, die wir ernst nehmen müssen. Und sie sind die besten Botschafter, wenn es um ihre eigenen Rechte geht.“

„Als Mitglied der Jury war ich von den Aktionen der Kinder und Jugendlichen sehr beeindruckt“, sagte Ann Kathrin Linsenhoff, stellvertretende Vorsitzende von UNICEF. „Beeindruckt – aber nicht überrascht. Kinder sind begeisterungsfähig, sie sind kreativ und sie setzen sich gerne für andere Kinder ein. Das bestätigt, was UNICEF seit Jahren fordert: Kinder und Jugendliche müssen gehört werden und an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt werden – darauf haben sie ein Recht.“

Rund 500 Mädchen und Jungen kamen zur feierlichen Preisverleihung in die Frankfurter Paulskirche, die von Tanja Mairhofer (Ki.Ka) und Leon Boden moderiert wurde. Zu den Laudatoren und Gästen gehörten neben Heidemarie Wieczorek-Zeul, Ann Kathrin Linsenhoff und Steffen Seibert die Fußball-Legende Karl-Heinz Körbel und die „Verbotene Liebe“-Stars Katrin Heß und Thore Schölermann. Für Stimmung sorgten die Trommelgruppe der Grundschule Breckenheim in Wiesbaden, der Sänger Mo und die Gruppe „8tention“. Partner des Wettbewerbs sind das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Verein „Macht Kinder stark für Demokratie!“, der Kinderkanal von ARD und ZDF (Ki.Ka) und die Kinderzeitschrift GEOlino.

Bemerkenswert:

  •  Insgesamt haben sich rund 14.000 Kinder und Jugendliche für Kinderrechte engagiert.
  • Über 100 einzelne Kinder oder Gruppen haben sich beworben.
  • Kinder aus Kindergärten und allen Schultypen – Grund-, Haupt-, Real-, Gesamt-, Förder- und Berufsschulen – haben mitgemacht.

  • Die Einsendungen kamen aus ganz Deutschland. Aber auch Kinder aus Österreich, Liechtenstein und Rumänien haben sich beteiligt.

  • Die JuniorBotschafter haben zum Beispiel exotische Marmelade gekocht, Mimosen als Symbol für die Verletzlichkeit von Kindern verkauft, ein Straßenkonzert gegeben, Radiosendungen oder Unterrichtseinheiten gestaltet, Schulfeste, Sportturniere oder Ausstellungen organisiert, Kindergeschichten selbst geschrieben, Theaterstücke aufgeführt, gebacken, gemalt, gebastelt und vieles mehr.

  • Mit Ausstellungen, Flyern und Plakaten, Zeitungsartikeln oder Internetseiten haben JuniorBotschafter in der Öffentlichkeit auf Kinderrechte aufmerksam gemacht.

  • Sie haben sich mit verschiedenen Themen wie Straßenkinder oder Kindersoldaten, Armut oder Gewalt, Freiheit oder Respekt für Kinder beschäftigt. Das Kinderrecht auf Bildung war vielen JuniorBotschaftern besonders wichtig.

  • Insgesamt haben die JuniorBotschafter mehr als 30.000 Euro an Spenden gesammelt.

  • 15 ehrenamtliche UNICEF-Arbeitsgruppen haben die JuniorBotschafter 2009 unterstützt.

  • Die jüngsten JuniorBotschafter waren erst vier Jahre alt. Die katholischen Kita St. Margaretha in Neuwied hat eine Ausstellung von selbst gemachten Bildern, Skulpturen und Fotos zum Thema Kinderrechte organisiert.

  • Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler haben an einem Demonstrationszug anlässlich der Einweihung einer „Straße der Kinderrechte“ im niedersächsischen Mellendorf teilgenommen. Für die Eröffnung und Demonstration wurde am 18. September 2008 sogar die Hauptstraße in Mellendorf gesperrt.

  • Im Wiesbadener Stadtteil Biebrich wurde ein Obelisk gebaut, der jetzt im Rathaus steht, um Erwachsene an die Kinderrechte zu erinnern.

  • 720 Unterschriften gegen Kinderarbeit wurden in Taunusstein bei einer Schuhputzaktion gesammelt. Die sechste Klasse eines Gymnasiums machte damit auf die schwierige Situation von arbeitenden Kindern aufmerksam.

Nachhaltiges Engagement


Die feierliche Abschlussveranstaltung ist für viele längst nicht das Ende ihrer Aktivitäten. Zahlreiche JuniorBotschafterinnen und JuniorBotschafter setzen ihre Arbeit fort, mischen in ehrenamtlichen UNICEF-Gruppen mit, bilden neue Teams und geben ihr Wissen und ihre Ideen an Schulen und Öffentlichkeit weiter.

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Bleistifte machen Schule(n) für Afrika

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Kinderrechtsbaum in Lörrach

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Echt stark! Mädchenbildung in Afghanistan

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Die Boumdoudoum-AG aus Oldenburg

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Die "Straße der Kinderrechte"

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Sonderpreis Chor: Die SoulKeepers

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