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Panoramabild "Kinderhandel"

Was ist Kinderhandel?

LupeKinder sind unverkäuflich! Überall auf der Welt.

Viele Familien sind so arm, dass sie für sich und ihre Kinder nicht genug zu essen haben. Manche machen Schulden und wissen nicht mehr, wie sie das Geld zurückzahlen sollen. Oft geben sie ihre Kinder dann Verwandten oder Bekannten, aber auch fremden Menschen mit. Diese versprechen, den Kindern Arbeit und Essen zu geben und sie vielleicht sogar zur Schule zu schicken. Sie geben den Eltern Geld, das sie dann vom Verdienst der Kinder abziehen wollen. Oder sie versprechen, die Kinder könnten die Schulden der Eltern abarbeiten.

Die Versprechungen werden meistens nicht eingehalten. Die Kinder werden weiter verkauft. Sie müssen z.B. Teppiche knüpfen, in Steinbrüchen oder auf dem Feld schuften. Mädchen werden oft als Hausmädchen verkauft. Viele Kinder werden zur Prostitution gezwungen und sexuell missbraucht. Sie bekommen kein Geld, werden misshandelt und eingesperrt. Oft werden sie weit weg von ihrem Heimatort oder sogar ins Ausland gebracht, so dass sie nicht nach Hause zurück können. Manche Kinder trauen sich nicht heim, weil die Eltern sonst ihre Schulden zurückzahlen müssten. UNICEF schätzt, dass jeden Tag mehr als 3.000 Kinder verkauft werden.

Zur Adoption verkauft

Kinderhandel gibt es nicht nur in armen Ländern. Auch nach Deutschland werden Mädchen und Jungen verkauft, um in Bars zu arbeiten. Sie werden sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen. Manche Kinder werden auch zum Stehlen geschickt oder zum Transport von Drogen eingesetzt. Eltern, die in Deutschland lange warten müssen, bis sie ein Kind adoptieren können, holen sich ihr Kind manchmal aus dem Ausland. Dort wird ihnen erzählt, das Kind habe keine Eltern mehr. Oft ist das falsch. Das Kind wurde seiner Mutter abgekauft oder einfach weggenommen.

Manchmal werden Kinder ihren Müttern direkt nach der Geburt abgeschwatzt. Sie werden dann an Ehepaare weiter verkauft, die gerne ein Kind adoptieren möchten. Die richtigen Mütter bekommen dafür nur wenig Geld. Die neuen Eltern müssen viel Geld bezahlen. Das meiste Geld stecken die Vermittler ein, die das Kind kaufen und wieder verkaufen. Manche Vermittler bieten Kinder im Internet wie Versandhausware an.

Die Kinder und ihre Familien brauchen Hilfe

Kinderhandel ist ein Geschäft mit der Not der Eltern. Arme Familien brauchen deshalb dringend Unterstützung. Die Kinder müssen zur Schule gehen und eine Berufsausbildung machen können, damit sie nicht so arm bleiben wie ihre Eltern.

Kinder, die verkauft worden sind, müssen aus ihrer Zwangsarbeit befreit werden. Sie haben das Recht auf Schutz, Betreuung und Unterstützung bei der Rückkehr zu ihren Familien. Bei allen Hilfsangeboten sollten die Kinder mit einbezogen werden. Denn sie wissen am besten welche Hilfe sie brauchen. Kinderhandel ist ein Verbrechen. Die Regierungen der Länder müssen den Kinderhandel stoppen und die Kinderhändler hart bestrafen.

Kinder aus dem Menschenhandel befreien

Kinderrechtsorganisationen bemühen sich, die Kinder zu befreien. Gemeinsam mit anderen fördert UNICEF Kinderschutz-Netzwerke in Armensiedlungen. Die Eltern werden beraten. UNICEF kümmert sich darum, dass die Betroffenen Unterstützung durch Rechtsanwälte erhalten. Die Kinder können Unterricht oder einen beruflichen Bildungskurs besuchen. Missbrauchte Kinder erhalten medizinische und psychologische Betreuung. UNICEF bemüht sich auch darum, dass die Polizei die Kinderhändler schnappt und Gerichte sie verurteilen.

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deine rechte

Kinder benötigen besonderen Schutz und haben deshalb auch besondere Rechte. Alles über die "Konvention über die Rechte des Kindes" und viele Informationen zu dem Thema findest Du auf den younicef-Kinderrechte-Seiten.

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