Alle Beiträge des Tags Gesundheit

17. June 2009von Cornelia Walther

Rapid Assessment Iriba - Juni 2009

Nach drei Tagen im administrativen Department Wadi Fira, Nord-Ost des Tschads, bin ich jetzt in Goz Beida. Vorbei sind Wüste und Sand, hier gibt es grüne Ebenen und Bäume - die Regenzeit hat Goz Beida in einen riesigen Garten verwandelt.

Seit 2004 sind mehr als 100.000 sudanesische Flüchtlinge in Wadi Fira`s Distrikthauptstadt Iriba, welche ungefähr 200 km von Abeche entfernt ist, gekommen. Sie haben sich in den drei Lagern Iridimi (18.600 Flüchtlinge), Touloum (23.900 Flüchtlinge) und Am Nabak (16.700 Flüchtlinge) niedergelassen. Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch in dieser Gegend. Gründe sind das Fehlen von sozialer Infrastruktur, der niedrige Lebensstandard der örtlichen Bevölkerung und Mangel an Nahrung – vor allem während der Trockenzeit. Ausschließlichem Stillen von Neugeborenen ist wenig verbreitet und der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist begrenzt. Die aufgeführten Gründe werden weiter verstärkt durch den niedrigen Stellenwert den Frauen in der regionalen Tradition ‚genießen’, und der u.a. in Kinderheiraten und Schwangerschaften von Minderjährigen resultiert. Den ganzen Beitrag lesen

12. August 2008von Anna Stechert

Myanmar: Ein neues Lagerzentrum für Impfstoffe

Eröffnungszeremonie: UNICEF und WHO übergeben ein Lagerzentrum für Impfstoffe an das Myanmarische Gesundheitsministerium. Foto: UNICEF/Anna Stechert.“Mingalabar” – viele Gruesse aus Myanmar. Es ist schon aufregend, nach ueber drei Jahren in einem anderen Land zu arbeiten. So viele neue Leute, neue Themen und Projekte, neue Perspektiven. Ich sprudel ueber vor Ideen, und mir wird schon nach zwei Tagen klar, dass fuenf Wochen eigentlich viel zu kurz sind, um alle in die Tat umzusetzen.

Heute hatten wir dann auch schon unsere erste Zeremonie: UNICEF und WHO haben ein Lagerzentrum fuer Impfstoffe an das Myanmarische Gesundheitsministerium uebergeben. Das Gebaeude ist riesig und beinhaltet drei Kuehl- und vier Gefrierraeume. Nun kann hier ein 8-Monatsvorrat von sechs verschiedenen Impfstoffen, u.a. Masern, Polio und Hepatitis B, temperaturgerecht gelagert werden. Von hier aus werden die Dosen dann im ganzen Land verteilt, die Kuehlkette geht also von Yangon ueber die einzelnen Distrikte bis hin zu den oertlichen Gesundheitsstationen. Diese neue Anlage war noetig geworden, weil sich die Anzahl der Impfkampagnen vor allem seit der Katastrophe immer weiter vergroessert hat und es nicht genuegend Platz fuer die ganzen Impfstoffe gab.

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7. July 2008von Gastblogger

Kurzer Erlebnisbericht vom Treffen mit den G8-Politikern

Nora Zech beim Treffen mit den G8-PolitikernAm Anfang war ich ein bisschen enttäuscht, dass wir nur 15 Minuten Zeit mit den Staats- und Regierungschefs der G8 hatten. Aber zum Glück haben sich die Politiker nicht ganz an das Protokoll gehalten und wir sind noch mit Angela Merkel, George Bush und einigen anderen locker ins Gespraech gekommen. Ich konnte zwar dabei nicht wirklich tiefgehend mit Angela Merkel ueber die G8-Themen Armut und Entwicklung, Klimawandel und globale Gesundheit sprechen. Aber immerhin hat die Bundeskanzlerin zusagt, dass wir uns als ganzes deutsches J8-Team nach dem G8-Gipfel in Deutschland noch mal mit ihr treffen und über unsere Ideen und Vorschlaege zu den G8-Themen sprechen koennen.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.junior8.de

Nora Zech (16) aus Köln
Junior8-Teilnehmerin und deutsche J8-Delegierte beim Treffen mit den G8-Politikern

5. July 2008von Gastblogger

Gute Atmosphäre am Thementag Gesundheit

das japanische Feuerwerk beim Lake Shikotsu Festival.Heute war ein besonders guter Tag für den J8. Die Jugendlichen hatten endlich ein paar Stunden mehr schlafen können, und nachdem die Delegierten festgelegt waren, fiel anscheinend ein großer Druck von allen ab. Da ich heute Vormittag bei der Diskussion etwas gedolmetscht habe, hatte ich endlich mehr Einblick in den Ablauf der eigentlichen Arbeit, die die J8-Teilnehmer leisten. Nachdem sich in den vergangenen Tagen mehrere Kids beschwert hatten, dass sie von den Englisch-Muttersprachlern zurückgelassen werden, lief es heute viel besser.

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5. July 2008von Gastblogger

Fireworks

Ein aus Teelichtern geformtes “J8″.It is Saturday and our fifth day of working at our Chitose declaration. Today we discussed the topic of Global Health. Everybody was tired but nevertheless most of us were in a good mood. We worked quite hard and the discussions went along as efficiently as the previous day, even if there were a couple of technical difficulties. I really enjoyed the atmosphere of friendship. Day to day it gets much harder to remember that we ever have done something else than working together. It gets much harder to realize that we will have to say ‘Goodbye’ in a few days.

[Es ist Samstag und der fünfte Tag, an dem wir an unserer „Erklärung von Chitose“ arbeiten. Heute haben wir das Thema Globale Gesundheit diskutiert. Alle waren müde, aber trotzdem waren die meisten gut gelaunt. Wir haben ziemlich hart gearbeitet und die Diskussionen verliefen so effizient wie am vorangegangenen Tag, obwohl es ein paar technische Schwierigkeiten gab. Ich habe die freundschaftliche Atmosphäre wirklich sehr genossen. Von Tag zu Tag wird es schwieriger sich zu erinnern, dass wir jemals etwas anderes getan haben als zusammen zu arbeiten. Es ist sehr schwierig sich vorzustellen, dass wir in ein paar Tagen „Goodbye“ sagen müssen.]

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1. February 2008von Cornelia Walther

Impfkampagne gegen Kinderlaehmung

Eine Mutter hält ihr Kind im Arm, während es eine Schluckimpfung gegen Kinderlähmung erhält. Foto: Cornelia Walther.Nach vier Tagen in Biltine, Hauptort der Region Wadi Fira, bin ich nun wieder zurueck in Abeche und geniesse den hiesigen Luxus: Strom, Leitungswasser, Internet – toll!

Ich war zusammen mit unserem Gesundheitsexperten, einem Azrt aus dem Tschad, im Rahmen der 1. Nationalen Impftage gegen Kinderlaehmung 2008 unterwegs. UNICEF unterstuetzt die tschadische Regierung mit Impfstoffen, technischem Know-how und mehr. Weltweit stellt UNICEF die meisten Impfstoffe bereit.

Die Folgen von Kinderlaehmung, einer Krankheit, die in Deutschland heute so gut wie ausgerottet ist, sind unwiderruflich. Polio – „Shallal“ im lokalen tschadischen Dialekt – faengt wie eine Grippe an und hoert mit lebenslanger Laehmung auf. Die Schluckimpfung hat keine Nebenwirkungen und zielt auf Kinder bis zu fuenf Jahren - gleichgueltig ob sie in ihren Doerfern oder in einem Fluechtlingslager leben.

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