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17. June 2009von Cornelia Walther

Rapid Assessment Iriba - Juni 2009

Nach drei Tagen im administrativen Department Wadi Fira, Nord-Ost des Tschads, bin ich jetzt in Goz Beida. Vorbei sind Wüste und Sand, hier gibt es grüne Ebenen und Bäume - die Regenzeit hat Goz Beida in einen riesigen Garten verwandelt.

Seit 2004 sind mehr als 100.000 sudanesische Flüchtlinge in Wadi Fira`s Distrikthauptstadt Iriba, welche ungefähr 200 km von Abeche entfernt ist, gekommen. Sie haben sich in den drei Lagern Iridimi (18.600 Flüchtlinge), Touloum (23.900 Flüchtlinge) und Am Nabak (16.700 Flüchtlinge) niedergelassen. Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch in dieser Gegend. Gründe sind das Fehlen von sozialer Infrastruktur, der niedrige Lebensstandard der örtlichen Bevölkerung und Mangel an Nahrung – vor allem während der Trockenzeit. Ausschließlichem Stillen von Neugeborenen ist wenig verbreitet und der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist begrenzt. Die aufgeführten Gründe werden weiter verstärkt durch den niedrigen Stellenwert den Frauen in der regionalen Tradition ‚genießen’, und der u.a. in Kinderheiraten und Schwangerschaften von Minderjährigen resultiert. Den ganzen Beitrag lesen