Bonjour aus Bahai
Nach drei Tagen in Bahai - ganz im Nordosten des Tschads, Sand soweit das Auge reicht und eiskalter Wind - bin ich wieder zurueck in Abeche, dem Ort wo ich basiert bin.
Ziel der Mission in Bahai war zum einen der Besuch von Kindergaerten im Fluechtlingslager von Oure Cassonie, deren Bau UNICEF in 2007 finanziert hat; und zum anderen die Diskussion mit Jugendgruppen bezueglich des Projektes eines Youth-Newsletters. Oure Cassonie ist mit 28.000 Fluechtlingen eines der groessten Kamps hier im Tschad – und auch eines derjenigen, welches am riskantesten liegt, in direkter Nachbarschaft zu Darfur.
Wie stets war das Zusammentreffen mit den Jugendlichen ein echtes Vergnuegen. Trotz der schlimmen Erfahrungen, die viele von ihnen hinter sich haben, ist soviel Freude und Hoffnung in ihre Gesichter geschrieben. Manche haben Eltern, Geschwister, Freunde bei Rebellenangriffen im Sudan verloren und sind mit nichts als den Kleidern, die sie im Augenblick der Attacke trugen, ueber die Grenze geflohen. Nach tagelangen Fussmaerschen sind sie in Oure Cassonie angekommen und haben dort Zuflucht gefunden. Alle, egal ob sechs oder sechzehn Jahre alt, wollen lernen; sie verstehen, dass die Schule ihre Tuer in eine bessere Zukunft sein kann.

