Alle Beiträge zum Thema Allgemein

27. Mai 2009von Gastblogger

“Girlsday” bei UNICEF

girlsday3.jpgEigentlich findet der GirlsDay ja am 23. April statt. Er macht Mädchen Mut, auch einmal in Berufe hineinzuschnuppern, die nicht „typisch weiblich“ sind. Wir hatten die Chance, ein paar Tage später – am 28. April – UNICEF in Köln einen Besuch abzustatten. Zwar wussten wir schon eine Menge über das Kinderhilfswerk (wir haben im Jahr 2008 mit unserer Aktion „Frei wie ein Vogel – lernen statt arbeiten“ beim JuniorBotschafter Wettbewerb den fünften Platz belegt). Trotzdem war es für uns sehr interessant, einmal „hinter die Kulissen zu gucken“ und zu sehen, wie dort gearbeitet wird. Den ganzen Beitrag lesen

2. April 2009von Gastblogger

Bericht über die Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland überfällig

von Nana Yaa Nyantakyi (UNICEF-JuniorBotschafterin)

nanayaaronny.jpgDie Bundesregierung muss regelmäßig den Vereinten Nationen berichten, was sie zur Verwirklichung der Kinderrechte unternommen hat. Doch der Staatenbericht liegt zum Abgabetermin am 4. April 2009 noch immer nicht vor.  „Welchen Stellenwert haben Kinder und ihre Rechte in Deutschland?“ Diese Frage stellte UNICEF und die National Coalition der Bundesregierung in einer Pressekonferenz in Berlin und Ronny Mai und ich wurden als UNICEF-JuniorBotschafter dazu eingeladen um unsere Standpunkte und Forderungen aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen zu erläutern.
Am Mittwoch ging es los vom  Köln Bonner Flughafen ab in Richtung Berlin.
In Berlin angekommen, führte der Weg direkt zum Hotel um Herrn Tarneden (UNICEF) und Ronny Mai (UNICEF-JuniorBotschafter) zu treffen. Ronny kam auf die tolle Idee den Politikern einen Denkzettel zu verpassen. Auf ein großes Blatt hatte er all unsere Forderung zusammen gefasst, die wir am nächsten Tag  Frau Ekin Deligöz überreichten. Wir signierten den „Denkzettel“ mit unseren Handabdrücken. Bei einem Abendessen unterhielten wir uns dann noch über den Ablauf des nächsten Tages, also der Pressekonferenz.
Der Abend war richtig spaßig aber, da es am nächsten Morgen früh rausging waren wir auch rechtzeitig wieder im Hotel um im Bett zu verschwinden.

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21. Januar 2009von Gastblogger

Weltkongress in Rio: Samba, Sonne und kreatives Durcheinander

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Das letzte Mal berichteten wir einen Tag bevor es los ging. Einen Tag bevor wir, Clara Landt und Anke Gratz, nach Rio de Janeiro zum 3. Weltkongress gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen aufbrachen. Wir waren aufgeregt. Und zwar ziemlich.

Endlich saßen wir in dem Flugzeug, das mit uns nach Südamerika startete. Uns stand ein langer Nachtflug bevor, auf dem wir nochmals viel Zeit dafür hatten, uns Gedanken über die bevorstehenden Tage zu machen und unser Material zu sichten. Schließlich wollten wir gut vorbereitet in Rio ankommen. Als der Flieger endlich landete, gab es für uns kein Halten mehr: Endlich raus aus dem stickigen Flugzeug und hinein in die frische sonnig-warme Luft Brasiliens. Pustekuchen. 23° C und Regen. Nach der anstrengenden Reise packten wir erstmal aus und lernten unsere Zimmergenossin Grace aus London kennen. Den ganzen Beitrag lesen

24. November 2008von Gastblogger

Vorbereitung auf den Weltkongress

logo-weltkongress.jpgMorgen geht’s los. Wir, Clara Landt und Anke Gratz, nehmen als Jugenddelegierte Deutschlands am 3. Weltkongress gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen in Rio de Janeiro teil. Wir arbeiten schon seit unserer Konfirmation im Jahre 2004 ehrenamtlich in der Jugendarbeit der Christuskirchengemeinde Neuss. Dort gestalten wir den Konfirmandenunterricht und verschiedene Freizeiten mit Kindern und Jugendlichen im In- und Ausland mit, arbeiten im Jugendcafé und sind die Mädchen für alles bei allen anstehende Projekten. Durch unseren Jugendleiter Axel Büker, kamen wir mit dem Thema Aktivismus gegen Sexuelle kommerzielle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen in Berührung. Er schlug uns Erika Georg-Monney von ECPAT Deutschland als Jugenddelegierte vor. Wir bekamen eine positive Bestätigung und freuten uns natürlich sehr, diese Gelegenheit uns aktiv zu engagieren nutzen zu können.

Natürlich werden uns einige von euch dafür beneiden, dass wir dem nass-kalten Novemberwetter gen Süden entfliehen dürfen, allerdings erwartet uns kein Urlaub mit Palmen, Strand und Sonnenbaden, sondern ein streng gefasstes Kongressprogramm mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops zu Themen wie der Verbesserung der Gesetzgebung gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern. Wir bereiten uns mittlerweile seit Anfang des Jahres auf die Herausforderung dieser Teilnahme vor. Den ganzen Beitrag lesen

30. Juli 2008von Andrea Floss

Die Faszination des Sports

Mädchen spielen FußballDrei Tage lang treffen sich bei uns in Köln die UNICEF-Sport-Spezialisten aus aller Welt. Aus New York, Genf, Angola, Ghana und Italien sind sie angereist, um sich gemeinsam Strategien zu überlegen, wie der Sport Kindern noch besser helfen kann.

In wenigen Tagen beginnen die Olympischen Spiele in China. Grenzen zu überwinden, das ist ein Gedanke Pierre de Coubertins gewesen – des Begründers der Olympischen Spiele der Neuzeit. Der Sport hat die Kraft, Menschen zu verbinden, zu Frieden, Toleranz und Völkerverständigung beizutragen. Sport begeistert und fördert die Gemeinschaft, das Selbstvertrauen, die soziale Kompetenz und Gesundheit. Durch den Sport lernen wir, uns an Regeln zu halten, im Team zu spielen und auch mal verlieren zu können. Sport schafft Vorbilder – vielleicht nicht Idole auf einem Sockel – aber Vorbilder dafür, wie man mit großen Siegen und Niederlagen umgehen kann. „Das sind die Nachrichten und Einsichten hinter Zentimeter, Gramm und Sekunden, Tordifferenzen und Punkteständen. Darin liegt auch die große Chance des Sports für UNICEF“, brachte es Ann Katrin Linsenhoff, die stellvertretende UNICEF-Vorsitzende und Dressur-Olympiasiegerin, in ihrer Begrüßungsrede auf den Punkt.

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26. Juni 2008von Andrea Floss

Herzlich willkommen!

Screenshot der Website www.younicef.deSchön, dass Ihr da seid. Endlich ist younicef.de online. Eine UNICEF-Seite speziell für junge Leute war auch längst überfällig: Tausende Schüler und Schülerinnen engagieren sich schon für die Kinderrechte. Jetzt gibt es endlich einen Treffpunkt im Netz, wo Ihr Euch nach Herzenslust austauschen und eigene Seiten gestalten könnt. Auf younicef.de könnt Ihr außerdem verschiedene Themen recherchieren und erhaltet News, Tipps und Links auf einen Klick. Was gibt’s Neues beim JuniorBotschafter-Wettbewerb oder vom J8-Gipfel in Japan? Was läuft gerade bei „Laufen für UNICEF“? Welche Möglichkeiten gibt es sonst noch, aktiv zu werden oder Gleichgesinnte zu finden?

Das Schöne an der Seite: Hier kommen Jugendliche selbst zu Wort und können ihre Meinung sagen. Die Nachrichten werden beispielsweise von einem jungen Autorenteam mit ausgesucht und geschrieben. Nadja Gaus und Monika Kophal aus der Kölner UNICEF-Hochschulgruppe haben den Anfang gemacht. Die J8-Teilnehmerin Julika berichtet im Blog über den J8-Workshop in Leipzig. Und Janina Fautz, UNICEF-JuniorBotschafterin und „Wilde Kerle“-Darstellerin, wird über die Schwierigkeiten berichten, eine Aktion für die Kinder in Tibet auf die Beine zu stellen.

Kurz vor dem Start steht auch unser Kinderrechte-Club, der wie die bekannte Internet-Enzyklopädie „Wikipedia“ auf einer Wiki-Software basiert. Frei nach dem Prinzip: „Jeder kann alles bearbeiten“ habt Ihr demnächst die Möglichkeit, Euer gesammeltes Wissen zu präsentieren und Fotos oder Videos einzubinden. Nach und nach soll so eine Kinderrechts-Infosammlung wachsen und gedeihen, die anderen die Beteiligung an Euren Aktivitäten erlaubt. Im Augenblick feilen wir noch an der Technik, um die Bedienung für Euch so einfach wie möglich zu machen.

Jetzt viel Spaß beim Entdecken von younicef.de! Wir sind gespannt auf Eure Rückmeldungen.

7. März 2008von Anna Stechert

AIDS-Aufklärung in Aceh

Nach Schulschluss haben die Mädchen die Moeglichkeit, sich ueber AIDS zu informieren. Foto: UNICEF / Anna StechertAIDS ist ein Tabuthema in Aceh, der einzigen Provinz Indonesiens, in der das strenge islamische Sharia-Gesetz gilt. Kaum, dass AIDS in den Nachrichten erwaehnt wird - auch im Biologieunterricht wird das Thema grundsaetzlich vermieden. Zu Hause wird AIDS nicht diskutiert. Als Konsequenz haben Jugendliche keine Moeglichkeit, sich zu informieren. Dabei gibt es Faelle von HIV in Aceh; 6 Faelle sagt das Gesundheitsministerium. UNICEF vermutet, dass die wirkliche Zahl viel hoeher liegt.

Umso toller finde ich die Arbeit von Yakita, einer indonesischen Partnerorganisation von UNICEF. Yakita ist seit dem Tsunami hier in Aceh aktiv und besteht hauptsaechlich aus jungen, hoch motivierten Leuten. Unermuedlich versucht Yakita im schwierigen hoch religioesen Umfeld, Jugendliche ueber AIDS aufzuklaeren – mit der Unterstuetzung von UNICEF.

Heute habe ich endlich einmal Zeit, mir die Arbeit von Yakita vor Ort anzuschauen. Als ich in der Junior High School 13 in Banda Aceh amkomme, ist die besondere Schulstunde schon in vollem Gange.

30 Siebt-Klaesslerinnen sind heute nachmittag gekommen, nach Schulschluss, um sich ueber HIV/AIDS zu informieren. Sri, eine Helferin von Yakita, steht vor der Tafel, auf der sie gross “HIV/AIDS kann uns alle treffen” geschrieben hat. Gerade einmal 23 Jahre ist sie alt, voller Energie erzaehlt sie von der Geschichte des Virus, Wege der Uebertragung, und – besonders wichtig – wie man Ansteckung vermeiden kann.

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25. Februar 2008von Anna Stechert

1 Monat Vorschule zum Preis einer Schachtel Zigaretten

Kinder im Early Childhood Center in Mirdup Lamredup. Foto: UNICEF / Anna StechertSchon von draussen koennen wir einen Krach hoeren, den man grob als Gesang bezeichnen koennte. Den Grund fuer den erhoehten Laermpegel sehen wir, sobald wir das Early Childhood Center (ECD) in Mirdup Lamredup betreten. 15 Kinder im Vorschulalter lernen ein Lied ueber die Wochentage. Lauthals groelen sie, oftmals bricht spontanes Gelaechter aus, wenn sich einer verhaspelt oder den Tag verwechselt. Wieder und wieder singen sie das Lied, bis es auch der letzte kleine Knirps auswendig kann. Dann jubeln alle zusammen ueber ihren Erfolg.

“Das erste, was ich gelernt habe, ist geduldig zu sein”, lacht Wirda, die Kindergaertnerin hier. Jeden Morgen von 8.30 bis 11 Uhr hat sie etwa 20 Kinder zwischen 2 und 6 Jahren in ihrer Obhut; unterstuetzt wird sie dabei von 2 weiteren Helfern. Bezahlt werden sie fuer diese Arbeit nicht, weshalb die meisten einen zweiten Job annehmen muessen.

Ich bin begeistert von ihrem Enthusiasmus, ihrer Motivation und ihrer Froehlichkeit. Sie geniesst es, von der Kinderschar umgeben zu sein.

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20. Februar 2008von Anna Stechert

“Ich liebe meine neue Schule!”

Schüler vor der von UNICEF neu gebauten Schule in Lhoksimeulue. Foto: UNICEF / Anna Stechert.Wir fahren ungefaehr eine halbe Stunde auf Hoppelwegen durch die entlegenden Doerfer in Aceh Besar, vorbei an gruenen Reisfeldern und Wasserbueffeln, durch den Dschungel und wieder hinaus. Wir sind auf dem Weg nach Lhoksimeulue, wo wir uns mit Lehrern und Schuelern in einer neugebauten UNICEF-Schule treffen.

Lhoksimeulue ist ein sehr armes Dorf, und man kann das auch an den 300 Kindern sehen, die hier die Grundschule besuchen. Viele von ihnen tragen keine Schuhe, die Schuluniform hat Risse, das Kopftuch ist fleckig.

Aber das tut der lebendigen Stimmung keinen Abbruch. Waehrend ich mit den Lehrern im neuen Lehrerzimmer sitze, druecken sich draussen die Kinder an den Fenstern die Nasen platt. Wenn ich winke, kichern sie los und ducken sich, nur um an einem anderen Fenster wieder aufzutauchen.

“Wir sind sehr gluecklich ueber die Schule”, sagt Lehrerin Sarwati. Das zweistoeckige Gebaeude hat 9 Klassenzimmer, endlich ist hier genug Platz. “In unserer alten Schule hatten wir teilweise 70 Schueler im Klassenzimmer, weil einfach nicht genuegend Platz da war”, erzaehlt sie.

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9. Februar 2008von Cornelia Walther

Update aus Yaounde - nach der Evakuierung

Hiermit wie versprochen also ein Update der Situation – aus Yaounde (Kamerun). Am Montag, den 4. Februar, wurde ein Grossteil des internationalen humanitaeren Personales nach Kamerun evakuiert - mich einschliesslich. Nur sieben UNICEF-Mitarbeiter sind im Tschad geblieben, davon vier in Abeche.

Momentan ist die Lage im Land ruhig – aber es bleibt noch abzusehen, ob dies von Dauer ist. Das UNICEF-Buero in Ndjamena war in den letzten Tagen von der nationalen Armee besetzt – somit war das ganze lokale Computersystem “out of order”. Zumindest das klappt jetzt wieder … Das Buero ist geraeumt, und der Schaden ist weit geringer als gedacht – ein Schritt in Richtung Normalitaet? Nach einer etwas chaotischen Evakuierungsaktion von Abeche nach Yaounde - in einem grossen UNO-Flugzeug mit Militaerdesign - sind wir nun in der Hauptstadt von Kamerun und soweit ist alles ok.

Davon abgesehen jedenfalls, dass niemand weiss, was als naechstes geschieht: wann wir wieder zurueck und an die Arbeit koennen. Alle humanitaeren Aktivitaeten im Tschad sind auf Sparflamme.

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