Ägypten, Marokko, Tunesien – Länder, mit denen die meisten von uns noch vor nicht allzu langer Zeit vor allem Pyramiden, Wüste und Strandurlaube mit den Eltern verbunden haben. Doch von einem Tag auf den nächsten änderte sich dies Anfang letzten Jahres und die Region beherrscht seitdem tagtäglich unsere Nachrichten. In zahlreichen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens kämpften die Menschen im vergangenen Jahr für mehr Freiheit, Mitbestimmung und Gerechtigkeit – häufig mit Erfolg. Doch nicht überall schaffte es die Bevölkerung bisher, ihren alten Herrscher zu stürzen. Vor allem in Syrien kämpfen die Menschen nun seit Monaten erfolglos für das Ende der jahrelangen Unterdrückung durch ihren Präsident Baschar al-Assad und seine Regierung.
Währenddessen verschlechtern sich die Zustände im Land massiv, überall fehlt es an Lebensnotwendigem wie Nahrung, Wasser und Medikamenten für die zahlreichen Verletzten. Hierbei sind es vor allem die Kinder, die am meisten unter den furchtbaren Zuständen leiden müssen und völlig machtlos sind in einem Land, das noch vor etwas mehr als einem Jahr als recht stabil und sicher galt und nun immer mehr in einem gewaltigen Chaos versinkt. Während in den Nachrichten zahlreiche Bilder von verletzten Demonstranten gezeigt werden, sind es gerade nicht nur Erwachsene sondern immer mehr auch syrische Kinder, die Opfer des harten Vorgehens der Soldaten werden. Um die 400 unter 18-jährigen wurden laut Informationen von UNICEF seit Beginn der Proteste im Land bereits verhaftet und sitzen nun unter furchtbaren Bedingungen eingesperrt in syrischen Gefängnissen. Ebenso viele Kinder mussten innerhalb der letzten Monate bereits sterben, auf offener Straße oder im Krankenhaus, in dem es keine Medikamente mehr für sie gibt. Bedingungen, die für uns unvorstellbar sind. Bis vor Kurzem waren sie es in Syrien auch.
Umso deutlicher wird somit gerade für die Zukunft Syriens, seine Kinder, wie sehr es im Land tatsächlich an Freiheit und Gerechtigkeit fehlt. Umso wichtiger ist es also, dass nicht nur die Syrer selbst, sondern auch unsere Staatschefs hier in Europa und anderen stabilen Ländern sich weiter dafür einsetzen, dass die Proteste im Land so schnell wie möglich zu einem freien, demokratischeren und gerechteren Syrien führen. Erst dann können die syrischen Kinder trotz der schlimmen Gegenwart hoffnungsvoll in eine bessere Zukunft blicken.
Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, den 23. Februar 2012 um 14:19 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Allgemein, Kinderrechte angelegt. Die Kommentare zu diesen Beitrag können durch den RSS 2.0 Feed verfolgt werden.


UNICEF