Alle Beiträge vom Juli 2009

12. Juli 2009von Gastblogger

Abschied mit Tränen und Verspätung

unterschriften-und-botschaften-zum-abschied.JPGAm Sonntag waren wir schon früh wach, trotz der langen Nacht. Die letzten Sachen mussten gepackt werden, da wir um halb elf als eine der ersten Gruppen Richtung Flughafen aufbrachen. Die letzten e-Mailadressen, Handynummern und kleine Geschenke wurden getauscht. Unsere J8-T-Shirts und -Taschen gaben wir zum Unterschreiben weiter, sie verwandelten sich in wahre Kunstwerke. Trotz der Freude auf Zuhause war der Abschied traurig, vor allem, weil wir genau wussten, dass wir nur wenige dieser Menschen je wieder sehen werden. Alle zusammen werden wir jedenfalls nie wieder sein. Nach vielen Umarmungen stiegen wir gemeinsam mit den Franzosen und den Südafrikanern in den Bus. Es flossen einige Tränen. Wir kehrten sogar noch einmal zurück, aber nur für fünf Minuten: Ein Ausweis wurde vergessen. Den ganzen Beitrag lesen

11. Juli 2009von Gastblogger

J8-Nachbesprechung und Abschlusskonzert “Buena Vista Social Club”

drafting-group_luigi-citarella.JPGDer Samstag war der unser letzter Tag, den wir gemeinsam mit den Teilnehmern des J8 verbringen konnten. Wir haben den J8-Gipfel nachbesprochen, indem jeder aufgeschrieben hat, was ihm gut oder nicht gut gefallen hat. Die Ergebnisse haben wir dann in Gruppen vorgetragen. Es wurden viele verschiedene Dinge – ernste und lustige – notiert: Von Vorschlägen zu besserer Diskussionsführung bis hin zu dem Wunsch, dass Ravi beim nächsten J8 aus einer großen Torte springen solle. Einige Zeit haben wir damit verbracht, uns politische und soziale Aktionen, die wir nach dem Gipfel umsetzen wollen, zu überlegen. Diese haben wir dann zusammengefasst und der Gruppe vorgestellt. Am Nachmittag hat uns ein Mitglied des UN-Komitees für die Rechte des Kindes aus Genf besucht, Luigi Citarella. Das Komitee für die Rechte des Kindes ist für die Beobachtung der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zuständig. Luigi Citarella hat eine Rede gehalten und unsere Fragen beantwortet.

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9. Juli 2009von Gastblogger

Hallo, Frau Merkel – ich bin Johanna

von Johanna Elterj8-meets-g8_9709.jpg

Um 6.00 stand ich auf, um noch vor dem Frühstück das erste Interview des Tages zu geben. Danach frühstückte ich und machte mich für die Fahrt nach L’Aquila bereit, die ich größtenteils verschlafen habe. Gestern hatten wir bis in die Nacht an der Abschlusserklärung gearbeitet.

Johanna kurz vor der Abfahrt nach L’AquilaWir fuhren mit dem Bus 2 Stunden durch Italien bis wir in den Abruzzen ankamen. Die frische Bergluft war eine angenehme Abwechslung zum stickigen Rom. Wir hielten an einem Feuerwehrcamp an, das hauptsächlich aus Zelten bestand. Es wurde wegen der Erdbeben in L’Aquila errichtet, bei denen die italienische Feuerwehr rundum im Einsatz war. Wir besichtigten einige Geräte, die bei solchen Einsätzen benötigt werden. Den Rest der Fahrt über blieb ich wach, um die Aussicht zu genießen.

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9. Juli 2009von Gastblogger

Tag sechs - Im italienischen Parlament

Endlich war unser großer Tag gekommen. Der Tag, an dem unsere Deklaration an die G8-Staatschefs durch unsere Delegierten überreicht wurde und der Tag, an dem die restlichen Jugendlichen in den “Palazzo Montecitorio”, den Sitz der Abgeordnetenkammer des italienischen Parlaments, eingeladen wurden.

Eine Stunde nach der Verabschiedung von Johanna ging es für uns los zum Parlament.
Nachdem wir durch den Sicherheitscheck gegangen sind, mussten wir erstmal ehrfürchtig vor diesem glamourösen und kunstvollen Gebäude innehalten. Was für ein Kontrast zum deutschen Parlament, welches mehr auf sterilen modernen Baustil aufgebaut ist! Laut Hannes und Michael kein Vergleich zu diesem wunderschön ausgeschmückten Gebäude.

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8. Juli 2009von Gastblogger

Tag fünf in Rom!

Heute Morgen ging der Tag für einige von uns besonders früh los: wir trafen uns schon um 6 Uhr zum joggen!

work-groups-3.jpgNach dem Frühstück und der alltäglichen Morgenrunde der „evaluation group“ startete unser Arbeitstag. Während die „drafting group“ an den Formulierungen der „Declaration of Rome“ feilte, nutzen wir anderen die Zeit, um in unseren AG’s weiterzuarbeiten.

Als die „drafting group“ später ihre Formulierungen zum gestrigen Thema Armut und Entwicklung dem Plenum vorstellte, waren wir total aus dem Häuschen. Unsere Forderungen wie die Fortsetzung des Doha-Prozesses, die Einführung von Mikrokrediten und der Ausbau von Infrastruktur sind in das Dokument für die G8-Chefs aufgenommen worden. Schwarz auf weiß! Ein positives Ergebnis!

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7. Juli 2009von Gastblogger

Tag vier in Rom!

Nach dem Frühstück und dem morgendlichen Motivationsspiel ging es direkt los mit den Entwürfen der Forderungen zum Thema Klimawandel.

Evaluation groupInhaltlich gab es hierbei die erste Kontroverse. Kasimir schlug vor, den Neubau von Kohlekraftwerken einzustellen. Unser Vorschlag wurde jedoch leider mit der Begründung, er würde die Wirtschaft zerstören, bislang abgelehnt.

Wir werden wohl noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen, um diesen Punkt letztendlich doch noch in die Erklärung einbringen zu können.

Heute Nachmittag konnten wir allerdings beim Thema Armut und Entwicklung unsere ersten Erfolge erzielen. Unsere Forderung zur Fortsetzung des Doha – Prozesses wurden von den teilnehmenden Gruppenmitgliedern angenommen und unterstützt!

6. Juli 2009von Gastblogger

Tag drei in Rom!

Das deutsche TeamGleich zu Beginn des Tages stellte uns die „Drafting-Group“ die ersten ausformulierten Forderungen zum Thema Finanzkrise/ Kinderrechte vor, die an die G8-Staatschefs gerichtet werden.

Danach erfuhren wir u.a. durch Teilnehmer der Gruppe Klimawandel, wichtige Fakten zu diesem Thema, welche uns zwar schon bekannt waren aber für manche Teilnehmer neu. So konnten wir alle mit dem gleichen Wissensstand in die Gruppenarbeit starten. Hier wurden dann auch schon die ersten Meinungsverschiedenheiten klar. Den ganzen Beitrag lesen

5. Juli 2009von Gastblogger

Tag zwei in Rom!

Um den Kopf für die anstehenden Diskussionsrunden frei zu bekommen, starteten wir den Tag mit ein paar Joggingrunden um das Gelände. Nach dem Frühstück begannen wir dann mit der Arbeit.

Themenarbeit KinderrechtskonventionWir beschäftigten uns den Vormittag über ausführlich mit der UN – Kinderrechtskonvention. Aber heute stand auch eine schwierige und wichtige Entscheidung bevor: Zusätzlich zu den drei bestehenden Themen Finanzkrise und ihre Auswirkung auf Kinderrechte, Klimawandel und seine Folgen und Armut und Entwicklung in Bezug auf Afrika, konnten wir nämlich noch ein viertes Thema für unsere Forderungen an die G8-Staatschefs wählen. Während dem kanadischen Team vor allem das Thema Wasser wichtig war, wählten wir mit England, den USA und Russland das Thema HIV/AIDS. Vor allem die Teams aus den Schwellenländern und letztendlich die Mehrheit aller Delegierten plädierten jedoch für das Thema Bildung. Es war sehr interessant zu hören aus welcher Motivation heraus sich die anderen Jugendlichen für das jeweilige Thema aussprachen. Viele Teilnehmer aus den Entwicklungsländern beschrieben aus eigener Erfahrung den schweren Zugang zu Bildung. Alle hatten gut verständliche Gründe für ihre Wahl. Uns persönlich war das Thema Bildung jedoch zu weit gefasst, so dass wir der Meinung waren, einen konkreteren Beitrag zu HIV/Aids leisten zu können. Die persönlichen Erzählungen und Erfahrungen der anderen Jugendlichen bereicherten jedes Gespräch. Den ganzen Beitrag lesen

4. Juli 2009von Gastblogger

“Wir reden mit!” - Der J8-Gipfel 2009

Hallo, wir, Johanna Elter, Kasimir Buhr, Michael Borsky und Hannes Reinwald, alle 17 Jahre und aus Nürnberg, sind das deutsche J8-Team 2009.
“Wir reden mit!” - Der J8-Gipfel 2009Nach einem intensiven Vorbereitungswochenende bei UNICEF in Köln ging es am Freitag, den 3. Juli, auf nach Rom zum Junior8-Gipfel 2009. Uns erwarten viele schöne Tage mit anderen Jugendlichen aus Frankreich, England, Italien, Russland, Kanada, Mexiko, Brasilien, Ägypten, China, Südafrika, Japan, Indien und den USA, gepaart mit reichlich Sonne. Zusammen mit den anderen Delegierten werden wir – parallel zum G8-Gipfel in L’Aquila – Themen wie Klimawandel, die Finanzkrise sowie Armut und Entwicklung diskutieren und unsere Forderungen und Ideen den Staats- und Regierungschefs vorstellen. Den ganzen Beitrag lesen

1. Juli 2009von Cornelia Walther

Goz Beida: Explosive Feier des 16. Junis 2009 im Ost-Tschad

CHD, Goz Beida, June 2009: A scheduled explosionNach vier Tagen in Goz Beida, fuer die Vorbereitung und Feier des „Tages des Afrikanischen Kindes“ in Vertriebenenkamps, Flüchtlingslagern und den umliegenden Gemeinden bin ich nun wieder in Abeche.

Das zentrale Thema des diesjährigen Festes war “Afrika fit für Kinder: Aufruf für eine beschleunigte Aktion fuer ihr Überleben.” Dementsprechend organisierten UNICEF und seine Partner-Organisation INTERSOS Aktivitäten rund um Gesundheit, Ernährung, Hygiene und Bildung als vorrangige Bereiche der UNICEF -Intervention und zentralen Themen für das Wohlbefinden von Kindern auf der ganzen Welt. Augrund  der jüngsten Ereignisse wurde jedoch ein zusätzliches Thema auf die Tagesordnung im Tschad gesetzt: Aufklärung über Minengefahren. Den ganzen Beitrag lesen