Zur Halbzeit der UN-Dekade für Nachhaltige Entwicklung hat die UNESCO in Bonn die Weltkonferenz „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ veranstaltet. Mehr als 700 Teilnehmer aus 150 Ländern tagten vom 31. März bis 2. April in Bonn. Mitorganisator war auch das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung. Aufgrund meines Engagements für Entwicklung und Jugendpartizipation war auch ich als Junior8 Delegierter und JuniorBotschafter eingeladen.
Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2005 bis 2014 zur Weltdekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgerufen. Ziel ist es, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen und Bildungssystemen zu verankern. Was ist überhaupt nachhaltige Entwicklung? Die Vereinten Nationen beschreiben das so: „Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, welche die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne dabei die Fähigkeit zukünftiger Generationen einzuschränken, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.“ Es geht darum, wie wir Armut bekämpfen, die biologische Vielfalt erhalten und den Einfluss benachteiligter Gruppen sicherstellen können. Alle Menschen sollen die Chance haben, sich durch Bildung Wissen und Werte anzueignen, damit sie nachhaltig denken und handeln können. Dies erfordert eine Neuausrichtung: Bildung muss von Kind an zu einer umfassenden Verantwortung erziehen. Nur so kann jeder lernen, dass eigenes Handeln immer auch globale Konsequenzen hat.
Unterstützt durch UNICEF sprach ich über innovative Bildungskonzepte und die Jugendpartizipation. In unserer global vernetzen Welt muss Bildung mehr sein als nur Faktenvermittlung. Bildung muss Interesse schaffen, Persönlichkeiten formen, über das Klassenzimmer hinausgehen und individuelles Engagement ankurbeln. Nur eine Generation, die das entsprechende Wissen mitbringt und sich bewusst mit der Welt als Ganzem auseinandersetzt, kann letztlich etwas verändern und eine menschenwürdige Zukunft gestalten.
Bis zum Ende der UN-Dekade 2015 gibt es noch viel zu tun, besonders bei der Umsetzung der Millenium-Entwicklungsziele. An meiner Schule, dem Salem International College, werden wir uns daher in einer Arbeitsgruppe dem Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ widmen – immer William Pitt’s “Amazing Grace“ vor Augen:
„We are too young to know that some things are impossible that is why we will do them anyway.“ – Wir sind zu jung um zu wissen, dass manche Dinge unmöglich sind und werden es trotzdem versuchen.
Alexander Wegner
Junior8-Team 2008 & Junior Botschafter
Dieser Beitrag wurde am Thursday, den 30. April 2009 um 09:04 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Junior8, JuniorBotschafter, Kinderrechte angelegt. Die Kommentare zu diesen Beitrag können durch den RSS 2.0 Feed verfolgt werden.

