Jahresarchiv für 2009

15. December 2009von Gastblogger

Sehnsucht nach Kopenhagen

JuniorBotschafterin Julia Jetzt sind wir fast schon über eine Woche zu Hause und versuchen uns einigermaßen in die Normalität einzuleben. Jeder Schultag ist beinahe zu alltäglich. Ein Teil von uns sehnt sich nach Kopenhagen zurück. Es ist kaum zu glauben, dass wir nur eine Woche dort verbracht haben! In dieser kurzen Zeit haben wir so viele Leute kennen lernen dürfen und so viel erfahren… Wir haben innerhalb von sieben Tagen so viele neue Freunde gefunden. Sie sind diejenigen, die mir am meisten fehlen! Der schönste Tag von der ganzen Woche war der letzte. Denn am letzten Abend war die Arbeit getan und wir hatten endlich Zeit, das Erreichte mit unseren neuen Freunden zu feiern. Am Freitag Vormittag hatten wir noch ein paar letzte Workshops, aber nur bis zum Nachmittag. Dann bereiteten wir uns vor, auf den großen Abend. Denn auf uns wartete ein Abendessen, die feierlich Übergabe unserer Klima-Botschafter-Urkunden, verschiedene kulturelle Präsentationen und schließlich die von allen ersehnte Abschlussparty. Ich war sehr beeindruckt von den Vorführungen mancher Länder. Sie zeigten uns für ihre Heimat typischen Tänze und Gesänge. Noch nie habe ich so viele verschiedene Kulturen erlebt! Den ganzen Beitrag lesen

14. December 2009von Gastblogger

Unsere Reise nach Berlin zur Nationalen Konferenz für Kinderrechte

von  Christella Langen und  Niklas Zollinger

Niklas Zollinger (12) und ich, Christella Langen (14), bewarben sich im September für die Teilnahme an der Nationalen Konferenz für Kinderrechte. Wir wollten als UNICEF JuniorBotschafter daran teilnehmen.

Christella Langen und Niklas Zollinger in BerlinDie Nationale Konferenz besteht aus 32 Kindern und Jugendlichen und ebenso vielen Erwachsenen, die gemeinsam über die Verwirklichung der Kinderrechte in Deutschland diskutieren.

Die jungen Teilnehmer sind entweder in Jugendparlamenten oder Kindergruppen aktiv. Oder sie sind benachteiligt, weil sie eine Behinderung haben oder aus sozial schwierigen Verhältnissen kommen. Die Erwachsenen sind allesamt „Würdenträger“:  Politiker, Klinikdirektoren, Kinderschutzbundvorsitzende und so weiter. Eingeladen hatte die so genannte „National Coalition“, ein Verbund von Menschen, der sich die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonventionen zum Ziel gesetzt hat. Maßgeblich daran beteiligt ist der Kinderschutzbund. Diese Organisation hatte auch das Treffen organisiert. Wer den Namen „National Coalition“ erfunden hat, weiß ich nicht, aber ich finde ihn unpassend. Es geht doch hier mal nicht um die ganze Welt, sondern Deutschland wird unter die Lupe genommen. Da hätte ein deutscher Name für die Organisation gewählt werden sollen. Den ganzen Beitrag lesen

8. December 2009von Gastblogger

Haben wir Kinder eigentlich Rechte?! JA!!!

Logo 20 Jahre KinderrechteKinderrechte - dieses Wort habe ich vor anderthalb Jahren zum ersten Mal gehört, und zwar in der dritten Klasse von Frau Mayer, meiner Lehrerin an der Johann-Peter-Hebel-Schule in Bruchsal. Weil mein Papa aus Kamerun kommt und schon viel erzählt hat über die Situation der Kinder in Afrika, konnte ich mir gleich vorstellen, worum es da geht. Seitdem engagiere ich mich als Juniorbotschafterin des Kinderhilfswerks Unicef für die Einhaltung der Kinderrechte. Ich erkläre bei Veranstaltungen den Kindern ihre Rechte – zum Beispiel ihr Recht auf Gesundheit und auf Bildung, aber auch auf Freizeit und Erholung – und kläre sie über die Situation der Kinder in anderen Ländern auf.

Am 19. November 2009 wurde die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen – das ist so etwas wie ein Verein, dem fast alle Länder dieser Welt angehören – 20 Jahre alt (eine Konvention ist so ähnlich wie ein Vertrag: Die Kinderrechtskonvention legt die Rechte der Kinder fest, die Länder unterschreiben und sollen sich dann daran halten). Zu diesem runden Geburtstag fand in Berlin eine Pressekonferenz mit dem Titel “Hand drauf – 20 Jahre Kinderrechte” statt, an der ich drei Minuten zum Thema “Versprechen der Erwachsenen und deren Einhaltung” reden durfte. Den ganzen Beitrag lesen

4. December 2009von Gastblogger

Rettet das Klima!

dsc_0021.JPGDonnerstag in Kopenhagen. Ich war Mitglied in der Gruppe, die die Klima-Deklaration von Kopenhagen erarbeitet hat. Einen Tag vor der Übergabe unserer Forderungen an die Präsidentin des Weltklimagipfels, Connie Hedegaard, hatten wir jede Menge zu tun.

Die ganze Woche über haben die Jugendlichen an einem Heft für alle erwachsenen Gipfel-Teilnehmer gearbeitet und heute die letzten Interviews beendet. Gemeinsam haben wir an den Feinheiten geschliffen. So haben wir zum Beispiel noch viel über grüne Technologien diskutiert und mit einem Designer die Endversion des Heftes gestaltet. Die Deklaration enthält unsere Ideen und Forderungen zum Klimaschutz und soll den Regierungsvertretern Lösungsvorschläge mit auf den Weg geben. So steht zum Beispiel darin, dass wir uns verpflichten, unseren Lebensstil zu verändern. Aber wir fordern auch, dass die Regierungen der Industrieländer die Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel sehr weitreichend unterstützen müssen. Den ganzen Beitrag lesen

3. December 2009von Gastblogger

Tag 6 in Kopenhagen

conrad.JPGHeute ist Donnerstag und wir sind jetzt schon sechs Tage in Kopenhagen. Kilian hat Euch ja schon informiert, was wir am Samstag und am Sonntag gemacht haben.Am Montagvormittag konnten wir uns einen Workshop aussuchen. Ich habe mich für den Workshop „Energie-effizienter Haushalt“ entschieden. Wir haben gemeinsam Ideen gesammelt, wie man mit einfachen Mitteln zu Hause Strom sparen kann. Und wir haben überlegt, wie ein perfektes Haus aussehen müsste. Nach dem Mittagessen wurden wir von einem der Lehrer und ein paar Schülern unserer Hostschule abgeholt und wir fuhren gemeinsam zur „Vanlose Skole“. Diese Schule hat sich vor zwei Jahren dazu entschieden, als erste dänische Schule bis 2025 CO2-neutral zu sein. Bisher haben sie schon 17 % eingespart durch Solarenergie und neue Fenster. Wir haben uns den ganzen Nachmittag mit den Schülern unterhalten. Es war sehr lustig und, obwohl sie erst 12-15 Jahre alt waren, haben sie richtig gut Englisch gesprochen… Dann haben wir gemeinsam gekocht, was auch sehr amüsant war. Den ganzen Beitrag lesen

30. November 2009von Gastblogger

Grüße aus “Hopenhagen”

cimg3531.JPGEndlich sind wir hier in „Hopenhagen“, der derzeitigen Hauptstadt des Klimas.
Unsere Reise war anstrengend und ermüdend, trotzdem waren wir voller Vorfreude und ziemlich aufgeregt. Am Morgen des ersten Tages ging es los zum Rathaus, wo viele verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Klimawandel stattfanden. Unsere erste große Aufgabe war es, in dem riesigen Empfangssaal des Rathauses eine Wand zum Thema Klimawandel in Deutschland zu gestalten; um uns herum Länder wie Andorra, Nepal, Island, Finnland, Sambia. Neugierig schauten wir uns um, um die Ideen der anderen zu betrachten.

Nach einer außergewöhnlichen Eröffnungsfeier mit vielen lustigen Spielen zum Kennenlernen und Spaßhaben versammelten sich alle Teams, um mehreren informativen Vorträgen zu folgen. Zwischendurch gab es immer mal wieder Pausen, in denen die Betreuer die Stimmung wieder auflockerten. Sonntags gingen wir alle einzeln in unseren jeweiligen Workshop. In meiner Gruppe beschäftigten wir uns mit dem Thema „Hochwasser und Anstieg des Meeresspiegels“. Es war erstaunlich, wie viele Länder schon heute Probleme mit enormen Überschwemmungen aufgrund des Klimawandels haben. Den ganzen Beitrag lesen

24. November 2009von Gastblogger

Im Gespräch mit Frau von der Leyen

'Kinder haben Rechte': Frau von der Leyen und die JuniorBotschafter setzen sich  dafür ein, dass Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden.Am 20. November 2009 feierte die Kinderrechtskonvention ihren 20. Geburtstag. Aus diesem Grund hatte das Kindermagazin GEOlino eine Beilage geplant, zu der wir ein Interview mit Familienministerin Ursula von der Leyen beisteuern sollten. Am 3. September gegen 11.00 Uhr habe ich mich noch einmal mit der Leiterin der UNICEF-Arbeitsgruppe Karlsruhe, Frau Grass, und mit den JuniorBotschaftern Ronny und Joshua getroffen, um letztmals die Fragen zu besprechen. Mit leckeren Spaghettis im Bauch starteten wir gegen 13.00 Uhr unsere fast vierstündige Fahrt ins bayrische Amberg in das Café Barocco, in dem wir die Familienministerin treffen sollten. Den ganzen Beitrag lesen

6. November 2009von Gastblogger

Einmal Berlin und zurück

Unser Wochenendtrip nach Berlin (16.9.09 – 18.9.09)

Morgens halb acht: Die anderen sind jetzt in der Schule, und wir quälen uns erst langsam aus dem Bett, weil wir nämlich drei Tage schulfrei haben. Aber wir sitzen nicht tatenlos zu Hause herum, sondern im Zug - und zwar ganze sieben Stunden! So lange braucht man nämlich von Weilheim, im Süden Oberbayerns, nach Berlin.

Und wir fahren da natürlich nicht hin, weil wir lustig sind, sondern weil uns Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul ins Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eingeladen hat. 
Sie war nach der JuniorBotschafter-Preisverleihung im Juni dieses Jahres in der Frankfurter Paulskirche so angetan, dass sie alle Gruppen der Plätze 1-5 nach Berlin eingeladen hat.Treffpunkt Bahnhof: Die JuniorBotschafter des Jahres 2009 - Laura und Sofie Krietenstein, Franziska Groß und Katharina Müller

Wir treffen uns in Weilheim am Bahnhof. Von dort aus geht es erst mal nach Augsburg, wo wir dann in den ICE nach Berlin umsteigen und die nächsten sechs Stunden auch bleiben. Den ganzen Beitrag lesen

27. October 2009von Gastblogger

Pinguine für mehr Klimaschutz

Die '4 Penguins' aus Wismar engagieren sich für mehr Klimaschutz.Seit dem J8-Gipfel 2007, der in Wismar stattfand und an dem Natalie Brindle und Julia Junge als Paten teilgenommen haben, engagieren wir uns sozial in unserer Stadt, Wismar. Am meisten engagieren wir uns für den Klimaschutz, da wir denken, dass es an jungen Leuten liegt, unser Klima zu schützen und eine schöne Zukunft für alle zu sichern.

Unser Hauptanliegen ist es, junge Menschen - und vor allem Kinder - über den Klimawandel aufzuklären und ihnen bewusstzumachen, dass auch sie viel zum Klimaschutz beitragen können. Deshalb sind die meisten unserer Projekte auf Kinder ausgerichtet und fanden in Grundschulen in Wismar statt; daher der Name „4Penguins“! Den ganzen Beitrag lesen

12. July 2009von Gastblogger

Abschied mit Tränen und Verspätung

unterschriften-und-botschaften-zum-abschied.JPGAm Sonntag waren wir schon früh wach, trotz der langen Nacht. Die letzten Sachen mussten gepackt werden, da wir um halb elf als eine der ersten Gruppen Richtung Flughafen aufbrachen. Die letzten e-Mailadressen, Handynummern und kleine Geschenke wurden getauscht. Unsere J8-T-Shirts und -Taschen gaben wir zum Unterschreiben weiter, sie verwandelten sich in wahre Kunstwerke. Trotz der Freude auf Zuhause war der Abschied traurig, vor allem, weil wir genau wussten, dass wir nur wenige dieser Menschen je wieder sehen werden. Alle zusammen werden wir jedenfalls nie wieder sein. Nach vielen Umarmungen stiegen wir gemeinsam mit den Franzosen und den Südafrikanern in den Bus. Es flossen einige Tränen. Wir kehrten sogar noch einmal zurück, aber nur für fünf Minuten: Ein Ausweis wurde vergessen. Den ganzen Beitrag lesen