Von Köln nach Leipzig

Freitag, 30. Mai 2008: Anreisetag

Es war ein gewöhnlicher, wenn auch schwüler Freitagmorgen. Wir trafen uns an der Bahnhaltestelle und fuhren gemeinsam zum Kölner Hauptbahnhof. Dort waren wir mit Ninja Klein und Sebastian Sedlmayr verabredet, unseren Unicef-Chaperons und Leitern des Leipzig-Workshops. Unser Zug war pünktlich.
Um 9.45h verließ er Köln und wir steuerten einem Wochenende entgegen, das uns Japan ein wenig näher bringen sollte. Ich hatte die Nacht vor Aufregung kaum geschlafen und war entsprechend müde. Dennoch gönnten wir uns keine allzu lange Verschnaufpause sondern machten uns munter ans Werk. Während der Fahrt lasen wir uns in tiefer in die Thematik ein. Nach etwa einer Stunde erreichten wir schließlich Frankfurt Flughafen. Unsere Nervosität stieg. Der Zeitpunkt an welchem wir die Gewinnerinnen des letzten Jahres kennen lernen sollten, stand kurz bevor. Zu einem Treffen auf dem Bahnsteig kam es dann allerdings nicht, da unser Zug beinah augenblicklich einfuhr. Und wieder erweiterten wir unseren Wissensstand und lasen, während der ICE dem Osten entgegen rollte.
Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben und plötzlich standen zwei der deutschen J8- Delegierten des letzten Jahres bei uns im Wagon, Franziska Malsy und Lisa- Marie Ullrich. So hatten wir die Möglichkeit die Beiden mit Fragen über den letzten Junior-Gipfel zu bestürmen. Später kamen noch Eva Pusch und Miriam Köhler dazu und bei Salzbrezeln, kam man schnell ins Gespräch. Gegen 15h erreichten wir Leipzig. Wir waren knapp in der Zeit und mussten uns beeilen, um den Zeitplan noch einhalten zu können. Was wir allerdings durch die Fenster der Straßenbahn von Leipzig erspähen konnten, war sehr schön und machte uns neugierig auf mehr.

Unsere Ankunft im Tagungshotel verlief zügig, denn wir wurden bereits erwartet. Herr Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig begrüßte uns herzlich. Wir schilderten im unsere Aktionen und er berichtete uns vom Engagement der Stadt Leipzig in Fragen der Kinderrechte und des Umweltschutzes. Außerdem rief er uns die Bedeutung der erneuerten Partnerschaft Unicefs und Leipzigs ins Bewusstsein. Während dieser Gesprächsrunde, sahen wir unseren Teamkollegen Alexander Wegner zum ersten Mal. Anschließend nahmen wir einen kleinen Snack ein. Nun hatten wir endlich die Gelegenheit Alex ein wenig kennen zu lernen. Wir wurden mit unserem Kameratrainer Chris Schuepp bekannt gemacht.
Danach ging es direkt weiter im Programm. Sebastian Sedlmayr erläuterte in einem Vortrag noch einmal den organisatorischen Ablauf des Gipfels. Dem folgte ein mit Photos veranschaulichter Bericht des J8-Teams 2007, um uns einen ersten Vorgeschmack auf das internationale Treffen zu geben. Im Anschluss stellten Alex, Julika, Jasmin und ich noch einmal unsere Projekte vor. Es war gegen 20.00h als wir schließlich eincheckten und unsere Zimmer bezogen. Dann gab es Abendessen. Man beschloss noch einmal in die Innenstadt zu fahren. Zehn Minuten nach dem gemeinsamen Essen machten wir uns zusammen auf den Weg. So bekamen wir doch noch etwas von der Schönheit der Stadt zu sehen. Nach einigem hin- und her, fanden wir schließlich einen Biergarten. Der Heimweg hielt dann noch eine böse Überraschung für uns bereit. In der folgenden Stunde fuhr keine Bahn mehr, sodass wir uns zu Fuß auf den Weg machen mussten. Müde kamen wir um kurz nach 23.00h im Hotel an. Julika, Jasmin und ich hatten noch einige Tonaufnahmen zu machen, die wichtigsten Ereignisse mussten noch schriftlich festgehalten und der Wecker auf 7h gestellt werden. 00.30h. Das Ende eines langen Tages.

Nora Zech, 16 Jahre
Teilnehmerin beim Junior8-Gipfel 2008 in Japan
Mehr Infos: www.junior8.de

Dieser Beitrag wurde am Monday, den 2. June 2008 um 11:25 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Junior8, Kinderrechte angelegt. Die Kommentare zu diesen Beitrag können durch den RSS 2.0 Feed verfolgt werden.

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