Alle Beiträge vom June 2008

26. June 2008von Andrea Floss

Herzlich willkommen!

Screenshot der Website www.younicef.deSchön, dass Ihr da seid. Endlich ist younicef.de online. Eine UNICEF-Seite speziell für junge Leute war auch längst überfällig: Tausende Schüler und Schülerinnen engagieren sich schon für die Kinderrechte. Jetzt gibt es endlich einen Treffpunkt im Netz, wo Ihr Euch nach Herzenslust austauschen und eigene Seiten gestalten könnt. Auf younicef.de könnt Ihr außerdem verschiedene Themen recherchieren und erhaltet News, Tipps und Links auf einen Klick. Was gibt’s Neues beim JuniorBotschafter-Wettbewerb oder vom J8-Gipfel in Japan? Was läuft gerade bei „Laufen für UNICEF“? Welche Möglichkeiten gibt es sonst noch, aktiv zu werden oder Gleichgesinnte zu finden?

Das Schöne an der Seite: Hier kommen Jugendliche selbst zu Wort und können ihre Meinung sagen. Die Nachrichten werden beispielsweise von einem jungen Autorenteam mit ausgesucht und geschrieben. Nadja Gaus und Monika Kophal aus der Kölner UNICEF-Hochschulgruppe haben den Anfang gemacht. Die J8-Teilnehmerin Julika berichtet im Blog über den J8-Workshop in Leipzig. Und Janina Fautz, UNICEF-JuniorBotschafterin und „Wilde Kerle“-Darstellerin, wird über die Schwierigkeiten berichten, eine Aktion für die Kinder in Tibet auf die Beine zu stellen.

Kurz vor dem Start steht auch unser Kinderrechte-Club, der wie die bekannte Internet-Enzyklopädie „Wikipedia“ auf einer Wiki-Software basiert. Frei nach dem Prinzip: „Jeder kann alles bearbeiten“ habt Ihr demnächst die Möglichkeit, Euer gesammeltes Wissen zu präsentieren und Fotos oder Videos einzubinden. Nach und nach soll so eine Kinderrechts-Infosammlung wachsen und gedeihen, die anderen die Beteiligung an Euren Aktivitäten erlaubt. Im Augenblick feilen wir noch an der Technik, um die Bedienung für Euch so einfach wie möglich zu machen.

Jetzt viel Spaß beim Entdecken von younicef.de! Wir sind gespannt auf Eure Rückmeldungen.

5. June 2008von Gastblogger

Unsere erste Pressekonferenz und letzte Vorbereitungen für Japan!

Die J8-Teilnehmer Julika, Nora, Alex und Jasmin während ihres Vorbereitungsworkshops in Leipzig. Foto: UNICEF.Sonntag, 1. Juni 2008: der Final-Tag

Sieben Uhr morgens; noch verschlafen und etwas unmotiviert konnten wir es gar nicht fassen: Wir würden heute unsere erste Pressekonferenz halten. Dadurch angespornt machten wir uns alle frisch und gingen runter zum Frühstück. Nach dem leckeren Buffet des Tagungshotels hatten wir die Chance Jugendliche in unserem Alter kennen zu lernen, die in Leipzig wohnen. Sie waren in der Gruppe „ Jugend debattiert“ und wollten uns in unseren Einstellungen und Meinungen zu den jeweiligen J8/G8- Themen unterstützen. Das stellte sich als totale Hilfe heraus. Denn die Jugendlichen machten neue Vorschläge und hinterfragten einige unserer Thesen, wodurch wir noch einmal zum Nachdenken angespornt wurden. Außerdem nahmen sie uns die Unsicherheit zu diskutieren und haben uns die Chance gegeben sich auch zu trauen und seine eigene Meinung offen zu sagen.

Danach haben wir unseren Tagungsraum, in dem die Pressekonferenz stattfinden sollte nach unseren Wünschen eingerichtet. Das sah so aus, dass wir unser Team T-Shirt ausgestellt haben, unsere Informationstafeln zum Publikum gestellt haben und die Tische frontal zu den Reportern. Nach einem kurzem Interview mit der deutschen Welle und ein paar nervösen Gängen zum Klo, nahm uns Ninja (Klein, UNICEF) mit in einen Raum, wo wir nochmal unsere Vorträge durch gingen. Die Nervosität stieg, wie aber auch die Vorfreude. Wie setzten uns in die Reihenfolge, wie wir die Reporter für Vergangenes, das jetzige Geschehen und das, was auf uns zu kommen würde aufklären wollten. Die Pressekonferenz lief Alles in Allem super. Auch die Fragen, die im Nachhinein gefragt wurden konnten wir ohne Probleme beantworten.

Müde und trotzdem richtig stolz auf uns aßen wir noch zu Mittag und packten unsere Sachen. So gegen 15 Uhr mussten wir los, um die Bahn zu zu bekommen. Alex wurde von seinen Eltern abgeholt und wir verabschiedeten uns von ihm und wir waren uns sicher, dass wir vier ein klasse junior8 Team abgeben würden. Die Rückfahrt verlief ohne weitere Probleme, bloß, dass die Klimaanlage ausfiel und wir bei gefühlten 40 Grad die vergangenen drei Tage Revue passieren ließen.

Julika Prantner-Weber, 16 Jahre
Teilnehmerin beim Junior8-Gipfel 2008 in Japan
Mehr Infos: www.junior8.de

4. June 2008von Gastblogger

Vorbereitungsworkshop in Leipzig

Samstag, 31. Mai 2008: Anstrengender, aber lehrreicher Tag

Nach einer relativ kurzen Nacht trafen wir uns am Samstagmorgen um Punkt acht mit Ninja und Sebastian im Frühstücksraum und klärten ab was für den Tag geplant war. Zurück im Seminarraum, sollten wir uns dann zuallerst überlegen, wie wir unsere Proiritäten zu den drei Haupthemen setzen, was unsere Erwartungen gegenunüber dem J8 - Gipfel sind und welche allgemeine Grundfragen wir noch haben. Anschließend sammelten wir erste Ideen und Fragen zu den G8 -Themen “Klimawandel”, “HIV / Aids bzw. globale Gesundheit” und “Armut und Entwicklung”, die uns besonders wichtig erschienen.Um die Arbeit aufzuteilen, bildeten wir Zweierteams, die aus jeweils einer Teilnehmerin vom letzten Jahre sowie einer/einem aus unserem diesjährigen Team bestand. Nachdem die Themen aufgeteilt wurden, sollte jede Kleingruppe sich noch genauer in ihr zugeteiltes Thema einarbeiten und dazu jeweils 2 Thesen herausstellen.

Da wir vier Gruppen waren, es jedoch nur drei G8-Überthemen gab, setzte eine Gruppe sich nocheinmal speziell mit dem Verhältnis von G8 und J8 auseianander. Um halb zwölf fingen wir dann an uns unsere Ergebnisse, die wir auf Plakaten festgehalten und skizziert hatten, gegenseitig vorzustellen.
Nach jeder Präsentation wurde kurz darüber diskutiert inwieweit, die anderen mit den Thesen übereinstimmen (oder auch nicht) und ggf. kleine Änderungen vorgenommen. Dann mussten die Mädels vom letzten Jahr auch schon wieder fahren und nach einem gemeinsamen Mittagessen und allseitiger Verabschiedung ging es dann richtig los! Zurück bei den Plakaten sollte jeder von uns zu seinem bearbeiteten Thema noch einmal zwei Haupthesen ausformulieren und aufschreiben. Daraufhin wurde gemeinsam beraten, gekürzt, hinzugefügt und ausformuliert bis auch alle zufrieden waren und es absolut perfekt schien.
Nachdem dann unser kleines Meisterwerk vollendet war, durften wir uns erstmal einer kleine Pause gönnen und konnten uns ein bisschen bewegen um unsere vom Dauersitzen erschöpten Muskeln und unser Gehirn wiederzubeleben, denn es stand noch eine Menge auf dem Plan!

Ersteinmal mussten wir ein kleines Medientraining absolvieren, in dem wir lernen sollten, wie man sich vor der Kamera verhält oder wie man möglichst geschickt auf Fragen von Jornalisten und Reportern antwortet. Natürlich waren wir alle (bis auf Alex , der mal wieder die Ruhe in Person ausstrahlte :) ) ziemlich aufgeregt, da keine von uns vorher schonmal ein Interview vor Kamearas o.ä. gegeben hatte. Trotzdem klappte es im Großen und Ganzen, nach kleineren Zwischenfällen, einigermaßen gut und wir konnten realtiv entspannt zu Abend essen um uns für die nächsten paar Stunden zu stärken. Was jetzt ganz oben auf dem Plan stand war die Pressemitteilung zu schreiben, die bei der Pressenkonferez am nächsten Tag ausgelegt werden würde. Zusammen saßen Alex, Nora, Julika, Ninja und ich dann vorm PC und wir überlegten uns welche Informationen uns am wichtigsten erschienen und welche Forderungen wir einbringen wollten.
Nachdem das geschafft war mussten wir unseren, mittlerweile heimisch gewordenen Seminarraum noch pressekonferenztauglich umgestalten und nach einigen Tischeschieberein, dem Austellen unserer selfmade-Namensschilder, der dekorativen Verschönerung durch unser J8- Tshirt an der Wand sowie sonstigen Kleinigkeiten, die noch erledigt werden mussten, wurde es doch recht ansehnlich und wir konnten uns mit ruhigem Gewissen auf dem Weg zu unsreren Betten machen. Ein anstrengender, aber lehrreicher Tag neigt sich dem Ende. Aus gemeinsamen Film-gucken am Abend wurde dann doch nichts mehr, denn als wir endlich in unseren Zimmer waren, fielen wir nur noch todmüde ins Bett und träumten von morgigen Pressekonferenzen.

Jasmin Astaki-Bardeh, 16 Jahre
Teilnehmerin beim Junior8-Gipfel 2008 in Japan
Mehr Infos: www.junior8.de

2. June 2008von Gastblogger

Von Köln nach Leipzig

Freitag, 30. Mai 2008: Anreisetag

Es war ein gewöhnlicher, wenn auch schwüler Freitagmorgen. Wir trafen uns an der Bahnhaltestelle und fuhren gemeinsam zum Kölner Hauptbahnhof. Dort waren wir mit Ninja Klein und Sebastian Sedlmayr verabredet, unseren Unicef-Chaperons und Leitern des Leipzig-Workshops. Unser Zug war pünktlich.
Um 9.45h verließ er Köln und wir steuerten einem Wochenende entgegen, das uns Japan ein wenig näher bringen sollte. Ich hatte die Nacht vor Aufregung kaum geschlafen und war entsprechend müde. Dennoch gönnten wir uns keine allzu lange Verschnaufpause sondern machten uns munter ans Werk. Während der Fahrt lasen wir uns in tiefer in die Thematik ein. Nach etwa einer Stunde erreichten wir schließlich Frankfurt Flughafen. Unsere Nervosität stieg. Der Zeitpunkt an welchem wir die Gewinnerinnen des letzten Jahres kennen lernen sollten, stand kurz bevor. Zu einem Treffen auf dem Bahnsteig kam es dann allerdings nicht, da unser Zug beinah augenblicklich einfuhr. Und wieder erweiterten wir unseren Wissensstand und lasen, während der ICE dem Osten entgegen rollte.
Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben und plötzlich standen zwei der deutschen J8- Delegierten des letzten Jahres bei uns im Wagon, Franziska Malsy und Lisa- Marie Ullrich. So hatten wir die Möglichkeit die Beiden mit Fragen über den letzten Junior-Gipfel zu bestürmen. Später kamen noch Eva Pusch und Miriam Köhler dazu und bei Salzbrezeln, kam man schnell ins Gespräch. Gegen 15h erreichten wir Leipzig. Wir waren knapp in der Zeit und mussten uns beeilen, um den Zeitplan noch einhalten zu können. Was wir allerdings durch die Fenster der Straßenbahn von Leipzig erspähen konnten, war sehr schön und machte uns neugierig auf mehr.

Unsere Ankunft im Tagungshotel verlief zügig, denn wir wurden bereits erwartet. Herr Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig begrüßte uns herzlich. Wir schilderten im unsere Aktionen und er berichtete uns vom Engagement der Stadt Leipzig in Fragen der Kinderrechte und des Umweltschutzes. Außerdem rief er uns die Bedeutung der erneuerten Partnerschaft Unicefs und Leipzigs ins Bewusstsein. Während dieser Gesprächsrunde, sahen wir unseren Teamkollegen Alexander Wegner zum ersten Mal. Anschließend nahmen wir einen kleinen Snack ein. Nun hatten wir endlich die Gelegenheit Alex ein wenig kennen zu lernen. Wir wurden mit unserem Kameratrainer Chris Schuepp bekannt gemacht.
Danach ging es direkt weiter im Programm. Sebastian Sedlmayr erläuterte in einem Vortrag noch einmal den organisatorischen Ablauf des Gipfels. Dem folgte ein mit Photos veranschaulichter Bericht des J8-Teams 2007, um uns einen ersten Vorgeschmack auf das internationale Treffen zu geben. Im Anschluss stellten Alex, Julika, Jasmin und ich noch einmal unsere Projekte vor. Es war gegen 20.00h als wir schließlich eincheckten und unsere Zimmer bezogen. Dann gab es Abendessen. Man beschloss noch einmal in die Innenstadt zu fahren. Zehn Minuten nach dem gemeinsamen Essen machten wir uns zusammen auf den Weg. So bekamen wir doch noch etwas von der Schönheit der Stadt zu sehen. Nach einigem hin- und her, fanden wir schließlich einen Biergarten. Der Heimweg hielt dann noch eine böse Überraschung für uns bereit. In der folgenden Stunde fuhr keine Bahn mehr, sodass wir uns zu Fuß auf den Weg machen mussten. Müde kamen wir um kurz nach 23.00h im Hotel an. Julika, Jasmin und ich hatten noch einige Tonaufnahmen zu machen, die wichtigsten Ereignisse mussten noch schriftlich festgehalten und der Wecker auf 7h gestellt werden. 00.30h. Das Ende eines langen Tages.

Nora Zech, 16 Jahre
Teilnehmerin beim Junior8-Gipfel 2008 in Japan
Mehr Infos: www.junior8.de