Alle Beiträge vom January 2008

28. January 2008von Cornelia Walther

Bonjour aus Bahai

Ein Grundschullehrer im Flüchtlingslager Oure Cassonie kontrolliert - umgeben von seinen Schülern - ihre Hausaufgaben. Foto: Cornelia Walther.Nach drei Tagen in Bahai - ganz im Nordosten des Tschads, Sand soweit das Auge reicht und eiskalter Wind - bin ich wieder zurueck in Abeche, dem Ort wo ich basiert bin.

Ziel der Mission in Bahai war zum einen der Besuch von Kindergaerten im Fluechtlingslager von Oure Cassonie, deren Bau UNICEF in 2007 finanziert hat; und zum anderen die Diskussion mit Jugendgruppen bezueglich des Projektes eines Youth-Newsletters. Oure Cassonie ist mit 28.000 Fluechtlingen eines der groessten Kamps hier im Tschad – und auch eines derjenigen, welches am riskantesten liegt, in direkter Nachbarschaft zu Darfur.

Wie stets war das Zusammentreffen mit den Jugendlichen ein echtes Vergnuegen. Trotz der schlimmen Erfahrungen, die viele von ihnen hinter sich haben, ist soviel Freude und Hoffnung in ihre Gesichter geschrieben. Manche haben Eltern, Geschwister, Freunde bei Rebellenangriffen im Sudan verloren und sind mit nichts als den Kleidern, die sie im Augenblick der Attacke trugen, ueber die Grenze geflohen. Nach tagelangen Fussmaerschen sind sie in Oure Cassonie angekommen und haben dort Zuflucht gefunden. Alle, egal ob sechs oder sechzehn Jahre alt, wollen lernen; sie verstehen, dass die Schule ihre Tuer in eine bessere Zukunft sein kann.

Den ganzen Beitrag lesen

24. January 2008von Cornelia Walther

Uebersicht Ost-Tschad und UNICEF-Aktion

Flüchtlinge im Tschad.

So – hier noch einige Basisinfos hinsichtlich der Situation im Tschad: Seit 2004 kamen ueber 235.000 Fluechtlinge aus dem Sudan in den Osten des Tschads, wo sie nun in zwoelf Fluechtlingslagern entlang der 600 km langen Grenze zum Darfur leben. Circa 60 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder. Die Eskalation der Gewalt entlang der gemeinsamen Grenze Tschad/Sudan hat zur internen Vertreibung von circa 180.000 Tschadiern gefuehrt – ueber 80 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder. Hinzu kommen 48.000 Fluechtlinge, die aufgrund von Unsicherheit in der Zentralafrikanischen Republik geflohen sind und nun in drei Fluechtlingslagern im Sueden des Landes angesiedelt sind.

Trotz einer Verschlechterung der Sicherheitslage in den vergangenen Monaten - und somit verringertem Zugang zu Fluechtlingslagern und Vertriebenenkamps – gelingt es der humanitaeren Gemeinschaft nach wie vor, die grundlegenden Dienstleistungen zu gewaehrleisten. UNICEFs Arbeit zielt durch eine Vielzahl von Maßnahmen auf Fluechtlinge, aber ebenso auf die lokale Bevoelkerung. An erster Stelle stehen der Bau von Wasser-und Abwasserinfrastruktur, die Impfung von Kindern gegen Masern und ihre Versorgung mit Vitamin A, Medikamenten, impraegnierten Moskitonetzen, Decken, Notfall-Kits sowie speziellen Ernaehrungsprodukten gegen Unterernaehrung, sowie der Bau neuer Klassenraeume, die Ausbildung von Lehrern und die Bereitstelllung von Lernmaterialien.

Den ganzen Beitrag lesen