Ich stehe am UleeLee Hafen in Banda Aceh, eine der Gegenden, die am schlimmsten vom Tsunami getroffen wurden. Die Wellen kamen hier von zwei Seiten und erreichten eine Höhe von 20 Metern. Als ich zum ersten Mal hier stand, vor über zweieinhalb Jahren, stand hier nichts mehr. Um mich herum eine Schuttwüste. Ich erinnere mich besonders an die Stille - kein Laut war zu hören, ich fühlte mich damals wie am Ende der Welt.
Heute würde mir wohl kaum jemand recht glauben, der es nicht selbst miterlebt hat. Am Hafen ist viel Betrieb, die Fähre aus Sabang ist gerade angekommen, wie immer voller Menschen, und die Motorradtaxis drängeln sich am Eingang. Wieder aufgebaute Häuser reihen sich aneinander, kleine Kioske säumen den Straßenrand, dazwischen neue Gesundheitsstationen, neue Schulen und sogar eine funkelnagelneue Tankstelle.
An den Tsunami erinnert bis auf wenige Ruinen hier noch das Massengrab, das anlässlich des einjährigen Jubiläums zu einer Gedenkstätte umgewandelt wurde. 14.000 Menschen liegen hier begraben - ein beliebtes Ziel für “Tsunami-Touristen”.
Dieser Beitrag wurde am Monday, den 17. December 2007 um 16:22 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Allgemein angelegt. Die Kommentare zu diesen Beitrag können durch den RSS 2.0 Feed verfolgt werden.
